You are my sunshine

21. Juni 2012 

Handlung:

In dem neuen Film Moonrise Kingdom von Wes Anderson wagen im Sommer 1965 zwei Zwölfjährige, der nerdige Sam Shakusky (Jared Gilman) und die leicht aggressive Suzy Bishop (Kara Hayward), auf der Insel New Penance Island vor der Küste Neuenglands eine romantische Flucht und sehen sich von einem schrillen Star-Ensemble verfolgt.

(Quelle: www.geeksofdoom.com)

Meine Meinung:

Chaos, exzentrische Charaktere, große Schauspieler (Frances McDormand (immer wieder gerne), Tilda Swinton (auch im Film die einzige Stilikone), Bruce Willis als Insel-Sherrif, Bill Murray, Edward Norton und last but not least: Harvey Keitel als schnauzbärtiger Pfadfinder-Commander) bezaubern in schrägen Rollen. Randvoll mit liebevollem Retro-Dekor, absurder Poesie, skurriler Situationskomik, dem heiligen Ernst der Pubertät und dem damit verbundenen störrischen Eigensinn zeigt er auch die Schönheit fast vergessener Rituale wie Briefeschreiben und das Lauschen von Musik, die noch von einem Plattenspieler kommt.

Kategorien: Kino

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Tougher than the rest

30. Mai 2012 

Jedenfalls die Mädels in Lachsfischen im Jemen, auch wenn Emily Blunt zwischendurch mal heult.

(Quelle: www.heute.at)

Inhalt:

Der Film Lachsfischen im Jemen handelt von einem verrückten Traum, der in die Tat umgesetzt werden soll. Im Auftrag eines unglaublich reichen angelbegeisterten Scheichs (Amr Waked) bittet dessen Anlageberaterin in London Harriet Chetwode-Talbot (Emiliy Blunt) den Fischereiexperten Dr. Alfred Jones (Ewan McGregor) um einen Plan, schottische Lachse in einem Wadi im Jemen anzusiedeln. Der Wissenschaftler ziert sich nach Kräften gegen dieses absurde Unterfangen. Das Projekt wird jedoch durch die PR-Beraterin Patricia Maxwell (wie bereits gepostet, sensationell gut wie immer: Kristin Scott Thomas) des britischen Premierministers gepusht, die darin die Chance erkennt, endlich einmal erfreuliche Nachrichten über den Nahen Osten in den Medien zu platzieren und die Jungs auf Trab zu bringen.

Meine Meinung:

Das Märchen hätte exentrischer ausfallen dürfen, Lasse Hallström gebricht es indes am Glauben an die Noblesse des Überspannten (epd). Die Geschichte kommt sehr langsam in Gang, den Charakteren wird zwar viel Raum gelassen, aber die Absurdität des Unterfangens kommt nicht so wirklich rüber.

Kategorien: Kino

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When I'm 64

Diese Zeit kommt schneller als gedacht

4. Mai 2012 

Für diese Zeit, so Jane Fonda in Und wenn wir alle zusammenziehen, hat man keine Pläne gemacht. Und plötzlich ist sie da, die unverplante Zeit.

(Quelle: www.biograph.de)

Handlung:

Fünf gut situierte Franzosen (gespielt von Geraldine Chaplin, Pierre Richard, Jane Fonda, Guy Bedos und Claude Rich) um die 70 ziehen zusammen in eine Villa mit Park, der im Verlauf des Films seinen Charakter ein wenig verändert. Alle haben so ihre Marotten und Leiden, die im Alter bekanntlich nicht besser geworden sind, leben aber ziemlich gelassen zusammen mit einem Studenten (Daniel Brühl), der sich zuerst um den Hund und schließlich um fast alles andere kümmert, was die Alten nicht mehr so gut auf die Reihe kriegen.

Meine Meinung:

Ein unterhaltsamer Film, der trotz der offensichtlichen Probleme sehr entspannt mit dem Thema Alterungsprozess umgeht, der den Hauptdarstellern bekannt zu sein scheint: Das Alter ist unausweichlich, besser man arrangiert sich: C’est la vie, n’est-ce pas?

Pierre Richard:

Kategorien: Kino

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Treat me like a millionaire

Meet me in the Upper class

8. Februar 2012 

Der Doktor und ich haben uns Zettl angesehen. Lt. Bully nicht so schlecht wie die Kritiker sagen. Leichte Kost, genau das was ich brauchte.

Handlung:

Zettl ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 2012 von Regisseur Helmut Dietl, der zusammen mit Benjamin von Stuckrad-Barre auch das Drehbuch schrieb. Michael „Bully“ Herbig spielt in der Titelrolle einen bayerischen Chauffeur, der um jeden Preis in Berlin Karriere machen will, wobei er als Online-Chefredakteur die Berliner Polit- und Promi-Szene vorführen will und dabei vor keiner Geschmacklosigkeit Halt macht.

(Quelle: www.kino.germanblogs.de)

Meine Meinung

Mit diesem Film wird ein humoristischer Alptraum wahr, eine seelenlose Satire, die nur einigermaßen durch die brillanten Schauspieler (u.a. Sunnyi Melles, Dagmar Manzel, Senta Berger, Ulrich Tukur, Götz George) gerettet wird. Berlin liegt in New York, aber die "redaktionellen" Fast-Veröffentlichungen der Online-Zeitung sind provinziell. Der Film hat kein Tempo, keinen Biss und die Pointe kommt einfach nicht.

Kategorien: Kino

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Dance

19. Januar 2012 

Ziemlich beste Freunde ist eine französische Filmkomödie der Regisseure Olivier Nakache und Éric Toledano aus dem Jahr 2011 mit François Cluzet (Philippe) und Omar Sy (Driss) in den Hauptrollen.

(Quelle: www.moviepilot.de)

Handlung:

Der steinreiche Philippe (François Cluzet), seit einem Paragliding-Unfall ab dem vierten Halswirbelkörper abwärts gelähmt, sucht einen neuen Pfleger. Driss (Omar Sy), ein junger Mann aus dem Senegal, der kurz zuvor nach einer sechsmonatigen Haftstrafe entlassen wurde, benötigt eine Unterschrift für das Arbeitsamt und bewirbt sich proforma um die Stelle. Zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen aufeinander. Aber Philippe imponiert der Humor und das verbale Draufgängertum des jungen Mannes, der seiner Behinderung keinerlei Mitleid zollt. Es ist der Beginn einer Freundschaft, die dem lebensmüden Philippe die Lebensfreude wiedergibt.

Meine Meinung:

Ein wunderbarer Film über eine unmöglich scheinende Freundschaft. Sehr witzig, unsentimental und straight erzählt, ohne Peinlichkeiten, auch wenn ein ein paar verzeihliche Klischees bemüht werden.

Im Abspann sehen wir die beiden Männer, auf deren Lebensgeschichte dieser Film basiert, die von Philippe Pozzo di Borgo bereits in dem Buch Le Second Souffle 2001 veröffentlicht wurde (Quelle: wikipedia.org).

Kategorien: Kino

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Watching the wild Life

2. Januar 2012 

(Quelle: www.kinocast.net)

Handlung:

Der Film Der Gott des Gemetzels von Roman Polanski ist ein Kammerspiel mit vier Personen: zwei Ehepaaren, Jodie Foster (Penelope Longstreet) und John C. Reilly (Michael Longstreet), den Eltern des Jungen, der von dem Sohn der Cowans, Kate Winslet (Nancy Cowan) und Christoph Waltz (Alan Cowan), mit einem Stock angegriffen wurde. Die beiden Elternpaare treffen sich, um die Angelegenheit (zwei fehlende Schneidezähne infolge des Angriffs) gütlich zu klären. Es beginnt ein Disput um einzelne Worte, aber im Folgenden brechen Paarkonflikte auf, unbewiesene Anschuldigungen werden erhoben, Beleidigungen ausgeteilt. Es entstehen wechselnde Allianzen zwischen den Paaren, die immer wieder unterbrochen werden von den Telefonaten, die Alan Cowan, dessen Leben durch seinen Beruf bestimmt wird, über Smartphone erreichen. Versöhnende Elemente und Smalltalk kippen schnell um, und die Wogen schaukeln sich durch persönlich genommene Ungeschicklichkeiten und Alkoholkonsum immer weiter hoch und es tun sich Abgründe auf.

Meine Meinung:

Die drei Oscar-Gewinner und Mr. Reilly liefern sich Dialogfeuerwerke vom feinsten (Liz Taylor und Richard Burton im Doppelpack). Die satirischen Pointen und witzigen Highlights hätte ich mir gerne alle notiert (die Literaturvorlage von Yasmina Reza ist bereits vorgemerkt). Die zivilisierten Paare lassen nach und nach Masken und Hemmungen fallen, was in seiner nicht geraden subtilen Zuspitzung diese Satire zu einem köstlichen Vergnügen und Christoph Waltz für mich zum unumstrittenen Großmeister macht. Sein elastisch/geschmeidiges an die Grenzen des Möglichen ausgereiztes Höflichkeitsgrinsen haut mich um.

Kategorien: Kino

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