Stronger than Pride

Every 1's a winner

3. August 2013 

In dem Kinofilm Frances Ha von Noah Baumbach ("Der Tintenfisch und der Wal" und "Greenberg") wird in exquisitem Schwarz-weiß eine junge Frau von Ende zwanzig portraitiert. Frances, gespielt von Greta Gerwig, würde gerne in Brooklyn, New York, als Tänzerin arbeiten, hat es aber nur bis zur Praktikantin gebracht.

(Quelle: www.3fach.ch)

Sie zählt sich zu den hippen, gebildeten New Yorkern, denen alles offen steht; selbst ist sie aber ohne Plan, chillt mit Hipstern, kriegt nichts so wirklich auf die Reihe, ein wenig realitätsfern ist sie außerdem. Wirklich in ihrem Element ist sie, wenn sie tanzt; da ist sie auch nicht linkisch wie ein schlaksiger Junge, der nicht in seinen Körper passt. Sie ist bei allem voller Hoffnung und optimistisch, "proaktiv", wie sich selbst beschreibt. Diese Stimmung überträgt sich. Natürlich heißt sie nicht Frances Ha, aber auf das Briefkastenschild passte nicht der volle Name. Sie ist eine Meisterin der Improvisation; auch das macht sie so liebenswert. Mir hat auch die Beiläufigkeit, wie die jungen Leute über ihr Sexleben sprechen, sehr gut gefallen: direkt und vollkommen unsentimental, mit Charme und Witz.

Am Ende steht sie auch nicht da, wo sie sein wollte, aber sie hat immerhin eine eigene Wohnung - mit unvollkommenem Namensschild am Briefkasten: Frances Ha: perfekt.

Kategorien: Kino

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